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Basel: Die drittgrößte Stadt der Schweiz schlägt eine Brücke zwischen Tradition und Moderne

Die Stadt ist geteilt. In Großbasel im Südwesten und Kleinbasel gegenüber. Zwischendrin fließt der Rhein. Direkt an seiner Mittelbrücke in Großbasel liegt das „Hotel drei Könige“, eines der ältesten der Schweiz (erste Erwähnung 1681) und es gehört heute zu den „Leading Hotels of the World“. Fünf Sterne Luxus mit einem Gästebuch, das sich wie das Nachschlagewerk der Weltprominenz liest: Napoléon, Königin Elizabeth II., Pablo Picasso, Thomas Mann, Johann Wolfgang von Goethe, Richard Wagner, The Rolling Stones – nur um ein paar zu nennen. Basel ist eine pulsierende Stadt, immer am Zahn der Zeit. Die Kunstmesse „Art Basel“ (auch als „Olympiade der Kunstwelt“ bekannt) mauserte sich seit 1970 zur wichtigsten Kunstmesse weltweit. Galeristen müssen sich heute sogar um einen Ausstellungsplatz bewerben. Auf der Spielwiese internatonalen Ansehens ist auch der Basler Pharmakonzern „Hoffmann-La Roche“. Angefangen mit einem Schilddrüsen-Mittel, produzierten sie bald einige der meist verkauften Medikamente der Welt. Noch ein Mann von Welt war Paul Sacher (1906-1999). Dirigent, Auftraggeber für Komponisten, Förderer zeitgenössischer Musik und Gründer der „Schola Cantorum Basiliensis“. Später gründete er die „Paul-Sacher-Stifung“ (bis heute in Basel), die seinen Nachlass verwaltet. Und alle hängen sie zusammen: Thomas Mann würdigte die Arbeit Sachers in seinem Werk „Doktor Faustus“ und Sachers Ehefrau war die Ex-Schwiegertocher von Fritz Hoffmann-La Roche. Alles klar? In Basel wird’s nie langweilig. Wenn Sie die 40 Museen durch haben, dann sollten Sie den Morgestraich antun. Das Brauchtum findet immer am ersten Montag nach Aschermittwoch statt. Mitten in der Nacht. Punkt vier Uhr schalten die Stadtwerke die Straßenlaternen aus. Zum Auftakt der Basler Fastnacht leuchten dann nur noch die Lampions und schallen die Trommeln und Piccoloflöten der Cliquen. 72 Stunden lang haben die Kneipen geöffnet, vorsorgen die Feiernden neben alkoholischen Getränken mit Mehlsuppe, Käse- und Zwiebelkuchen. Wenn ein Ladenbesitzer sein Schaufenster nicht dunkel lässt, wird’s schnell mit Decken oder Brettern verbarrikadiert. Gegen die Jecken hat selbst „Hoffmann-La Roche“ kein Medikament…

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