Reisegeier

Reiseinformationen

Mauretanien zur Gesamtübersicht

Lage

Westafrika.

Fläche

1.030.700 qkm.

Bevölkerungszahl

3.364.940 (Schätzung 2008).

Bevölkerungsdichte

3 pro qkm.

Hauptstadt

Nouakchott. Einwohner: 798.725 (Schätzung 2009).

Sprache

Amtssprachen sind Arabisch und Wolof; Französisch ist Handels- und Bildungssprache. Die Mauretanier arabischer oder berberischer Abstammung sprechen den arabischen Hassaniya-Dialekt. Daneben auch andere Sprachen, u. a. Solinke und Pulaar.

Religion

Islam ist Staatsreligion (99,6 % malakitische Sunniten); christliche Minderheiten.

Netzspannung

127/220 V, 50 Hz. Runde Zweipolstecker.

Regierungschef

Premierminister Yahya Ould Ahmed El Waghf, seit Mai 2008.

Staatsoberhaupt

Der Präsident Sidi Ould Cheikh Abdallahi wurde im August 2008 bei einem Militärputsch gestürzt.  Zurzeit wird Mauretanien von einem elfköpfigen Staatsrat aus führenden Militärs regiert. Diese haben Neuwahlen in Aussicht gestellt.

Allgemeines

Staatsform

Präsidialrepublik seit 1960. Die Verfassung von 1991 basiert auf dem islamischen Recht (Scharia). Verfassungsreform in Juni 2006. Zweikammerparlament: Nationalversammlung mit 81, Senat mit 56 Mitgliedern. Oberst Maaouiya Ould Sid'Ahmed Taya (Staatsoberhaupt seit 1984) wurde im August 2005 in einem Putsch gestürzt. Seitdem untersteht das Land einer Militärregierung. Unabhängig seit 1960 (ehemalige französische Kolonie).

Geographie

Mauretanien grenzt an Algerien, Mali, West-Sahara (Demokratische Arabische Republik Sahara) und den Senegal. Im Westen liegt der Atlantische Ozean. Der Staat besteht überwiegend aus den Wüstenebenen der Sahara mit Sanddünen und stellenweise felsigen Plateaus mit tiefen Schluchten und einsamen Gipfeln. Das 500 m hohe Adrar-Plateau liegt in der Landesmitte, das Tagant-Plateau im Süden steigt auf 600 m an. In dieser Region liegen mehrere Städte, kleine Dörfer und Oasen. Das Nordufer des Flusses Senegal, die Südgrenze des Landes, ist als einzige Region des Landes ganzjährig mit Vegetation bedeckt – auch die Tierwelt ist hier vielfältig.

Ortszeit

MEZ - 1. Keine Sommer-/Winterzeitumstellung in Mauretanien. Differenz zu Mitteleuropa beträgt im Winter -1 Std. und im Sommer -2 Std.

Kontaktadressen

Anmerkung

Österreich unterhält keine Vertretung in Mauretanien, zuständig ist die Botschaft in Rabat (s. Marokko), in Notfällen auch die deutsche Botschaft in Nouakchott (s. o.).

Ministère du Commerce, de l'Artisanat et du Tourisme

BP 182, Ksar, Avenue Bourjuiba, MR-NouakchottTel: 525 30 86. Fax: 525 35 72.

Botschaft der Islamischen Republik Mauretanien

Kommandantenstraße 80, D-10117 Berlin Tel: (030) 206 58 63. Fax: (030) 20 67 47 50. E-Mail: ambarim.berlin@gmx.de Mo-Do 09.00-15.00 Uhr, Fr 09.00-13.00 Uhr. Konsularabt.: Mo-Do 10.00-13.00 Uhr, Fr 10.00-12.00 Uhr (auch für Österreich zuständig). Honorarkonsulat in Düsseldorf.

Honorarkonsulat der Islamischen Republik Mauretanien

Opernring 21/9, A-1010 Wien Tel: (01) 587 58 71. Fax: (01) 587 58 73. Di und Do 11.00-13.00 Uhr.

Botschaft der Islamischen Republik Mauretanien

Rue de Montevideo 5, F-75116 ParisTel: +33 (01) 45 04 88 54. Fax: +33-(01) 40 72 82 96.E-Mail: ambassade.mauritanie@wanadoo.frMo-Fr 09.00-16.00 Uhr.(auch für die Schweiz zuständig)

Konsulat der Islamischen Republik Mauretanien

Bahnhofstrasse 52, CH-8001 ZürichPostanschrift: Postfach 6133, CH-8023 ZürichTel: (044) 214 62 92. Mo-Fr 08.00-12.00 und 13.00-17.00 Uhr (tel. Anmeldung erforderlich).

Botschaft der Bundesrepublik Deutschland

BP 372, MR-Nouakchott Tel: 525 17 29, 525 10 32. Fax: 25 17 22. E-Mail: amb-allemagne@toptechnology.mr

Konsulat der Schweizerischen Eidgenossenschaft

Ilot C Extension, Lot No. 41, MR-Nouakchott Postanschrift: BP 154 MR-Nouakchott Tel: 524 28 66. Fax: 524 28 22. Das Konsulat liegt im Zuständigkeitsbereich der Schweizer Botschaft in Algier (s. Algerien).

Reise- und Sicherheitsinformationen

Sicherheitshinweis vom Auswärtigen Amt: Stand: 28.01.2009Aktueller HinweisIn den nordafrikanischen und den südlich an die Sahara grenzenden Ländern wächst die Gefahr des islamistischen Terrorismus und krimineller Übergriffe. Ausländer, gerade auch deutsche Staatsangehörige, sind einer deutlich ansteigenden Anschlags- und Entführungsgefahr ausgesetzt. Das Auswärtige Amt rät von Reisen in entlegene, nicht hinreichend gesicherte Gebiete der Sahara und ihren Randbereichen dringend ab. Die länderspezifischen Sicherheitshinweise sollten sorgfältig beachtet werden.Landesspezifische SicherheitshinweiseVon nicht unbedingt notwendigen Reisen nach Mauretanien wird derzeit abgeraten.Nach dem unblutigen Putsch der mauretanischen Armee gegen Staatspräsident Abdallahi am 6. August 2008 hat sich die Lage in Mauretanien zwar stabilisiert, nach wie vor herrscht aber Unklarheit über die weitere politische Entwicklung des Landes. Eine Rückkehr zur verfassungsgemäßen Ordnung ist nicht absehbar.Im Übrigen gilt weiterhin:TerrorismusBei Reisen nach Mauretanien wird auf die erhöhte Sicherheitsgefährdung hingewiesen. Für Ausländer besteht ein hohes Entführungsrisiko. In jedem Fall werden besondere Vorsicht und Wachsamkeit empfohlen.Auch in Mauretanien sind terroristische Gruppierungen aktiv; insbesondere die 2007 aus der algerischen GSPC (Groupe Salafiste pour la Prédication et le Combat) hervorgegangene Al-Qaida im islamischen Maghreb (AQIM) zeichnet für zahlreiche Attentate auf mauretanischem Staatsgebiet verantwortlich.Am 7. und 8. April 2008 kam es in Nouakchott zu schweren Schießereien zwischen Terrorverdächtigen und Sicherheitskräften, bei denen Tote und Verletzte zu beklagen waren.Am 01.02.2008 wurde die israelische Botschaft in Nouakchott gezielt mit Schusswaffen überfallen; mehrere Menschen wurden verletzt.Am 24.12.2007 wurde eine Gruppe französischer Touristen bei einer Mittagsrast am Rande der Überlandstraße „Route de l'Espoir“ in der Nähe der Ortschaft Aleg angegriffen. Vier der Touristen wurden von den Attentätern erschossen, der fünfte schwer verletzt. Am 27.12.2007 wurden bei einem Überfall auf ein mauretanisches Militärcamp in der Nähe von Gallawiya im Nordosten des Landes drei mauretanische Soldaten erschossen und ein weiterer schwer verletzt. Am 15.09.2008 wurden bei Tourine im Norden des Landes elf Soldaten und ein ziviler Führer ermordet und verstümmelt.AQIM hat weitere Anschläge – auch gegen Ausländer – angekündigt. Mit weiteren terroristischen Anschlägen in Nouakchott und im ganzen Land muss gerechnet werden.Reisen über Land / StraßenverkehrVon Reisen in das Grenzgebiet zu Algerien und Mali (mit Ausnahme des Grenzübergangs Nioro) wird dringend abgeraten. Die Sicherheitslage dort wird durch grenzüberschreitend operierende Banden erheblich gefährdet. Zwischen diesen Banden und Sicherheitskräften kann es zu bewaffneten Auseinandersetzungen kommen.Die Einreise und Ausreise auf dem Landweg durch die Westsahara muss ausschließlich an der Küste bei Nouadhibou erfolgen. Wegen nicht kenntlicher Minenfelder ist das Verlassen der Strassen bzw. ausgefahrener Pisten lebensgefährlich, insbesondere bei der Durchquerung des ca. 4 km breiten verminten Streifen Niemandslandes in Grenznähe (Anfang Februar 2007 tödlicher Unfall französischer Touristen).Reisende mit eigenem Fahrzeug werden auf erhöhte Unfallgefahren hingewiesen, die von waghalsigen Überholmanövern, unbeleuchteten Fahrzeugen, Sandverwehungen sowie Strassen und Pisten überquerenden Kamelen, Eseln und Ziegen ausgehen. Auf Nachtfahrten sollte unbedingt verzichtet werden. Auch tagsüber nicht ungefährlich ist die sog. „Route de l’Espoir“ (Nouakchott – Nema), die insbesondere auf der Strecke Nouakchott – Boutilimit zahlreiche Sanddünen überquert. Problematisch sind hier vor allem Überholmanöver auf der Gegenfahrbahn, die man wegen der Erhebungen häufig erst im letzten Augenblick erkennen kann. Es kommt immer wieder zu tödlichen Unfällen.KriminalitätDie bisher nicht besonders ausgeprägte Kriminalität hat zugenommen. Auch in Nouakchott ist es vereinzelt zu Überfällen auf Autos und Häuser gekommen. Insbesondere hat es mehrere Fälle von Gewaltkriminalität am Strand von Nouakchott gegeben (vor allem nördlich des Hotels „Sabah“). Mit einfachen Waffen (Messern, Stangen) bewaffnete Jugendliche haben mehrfach westliche Staatsangehörige – teilweise unter Gewaltanwendung - zur Herausgabe ihrer Geldbörse und ihres Mobiltelefons gezwungen. In zwei Fällen (Mai 2006 und Januar 2007) sind Strandbesucher von Angreifern mit Schusswaffen bedroht und zur Überlassung ihrer Geländewagen gezwungen worden. Zuletzt wurde von einem Fall berichtet, bei dem ein hilfsbereiter Verkehrsteilnehmer bei einer vorgetäuschten Panne gewaltsam sein Fahrzeug überlassen musste.

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